Darunter befanden sich auch Mitglieder der Ortsvereine sowie der politischen und kirchlichen Gremien. Der
Festgottesdienst, den BGR Pfarrer Richard Meier unter Assistenz von Diakon Helmut Pscheidl
zelebrierte, verdeutlichte bereits die liebevolle Zuwendung Gottes gegenüber den
Menschen: Trotz seiner Unbegreiflichkeit ist der dreieinige Gott den Menschen voller
Sympathie nahe – das Ausmaß seiner Liebe demonstrierte das Evangelium eindrucksvoll.
Diese Nähe Gottes zeigt sich besonders im Sakrament der Eucharistie, in dem Jesus Christus
gegenwärtig ist. In genau diesem Sakrament verehrten die Gläubigen den Herrn in der
folgenden Fronleichnamsfeier. Eröffnet wurde diese am ersten Altar in der Pfarrkirche, wo
Pfarrer Meier um den Beistand Gottes für die Kirche betete.
Nach dem dortigen eucharistischen Segen setzte sich die Prozession in Bewegung: Angeführt vom Kreuz zogen
die Abordnungen der Vereine mit ihren Fahnen, die Erstkommunionkinder, Repräsentanten
der politischen und kirchlichen Gemeinde und alle weiteren Gläubigen gemeinsam mit dem
Leib Christi zum zweiten Altar beim Pfarrheim, den die KLJB Parkstetten vorbereitet hatte.
Dort stand der Dienst am Menschen im Zentrum der Bitten an den eucharistischen Herrn, in
dem Gott selbst Mensch geworden ist. Daraufhin machten sich die Gläubigen gemeinsam
mit dem Herrn, dessen Leib Pfarrer Meier in der Monstranz trug, auf den Weg zum dritten
Altar vor dem ehemaligen Möbelhaus Hien. An dieser Station, die der Pfarrgemeinderat
gestaltet hatte, wurde der eucharistische Segen auf Gottes Schöpfung herabgerufen. Das
letzte Wegstück führte die Gemeinde zurück zur Pfarrkirche – vor dem Anwesen Buchs hatte
das Seniorenteam den vierten Altar vorbereitet. Hier baten die Gläubigen abschließend um
Segen für die Gemeinde Parkstetten und darum, dass sich Gott mit seinem Herzen allen
Bewohnern Parkstettens zuwendet, wie die Herz-Jesu-Figur an diesem Altar andeutete.

Dieses gemeinsame Gebet untermauerte das harmonische Miteinander der kirchlichen und
weltlichen Gemeinde Parkstetten, das sich auch in der Gestaltung der Fronleichnamsfeier
widerspiegelte: Neben dem EC Rothammer, dem FC-Bayern-Fanclub, der MMC und einigen
Gemeinderäten erwiesen auch zwei Jubelvereine dem Herrn die Ehre: So sicherte die
Freiwillige Feuerwehr nicht nur die Prozession ab, sondern einige ihrer Mitglieder hatten
kurz vor dem 150-jährigen Gründungsfest die Ehre, den Baldachin zu tragen, unter dem
Pfarrer Meier die Monstranz mit dem Leib Christi durch die Straßen trug. Der RSV, der im
Juni ebenfalls ein Jubiläum feierte, stellte die Laternenträger, und verteilte angesichts der
sommerlichen Temperaturen auch Getränke. Neben Lektorin Maria Riesner, Vorbeter
Markus Zimmermann und dem liturgischen Dienst verliehen die Hofdorfer Buam mit der
Schubert-Messe und dem wiederkehrenden „Tantum ergo“ der Feier einen besonders
festlichen Rahmen. Die Birken, mit denen traditionsgemäß am „Prangertag“ Kirche und
Altäre geschmückt wurden, spendete Frau Beller.

Allen, die auf unterschiedlichste Weise zum Gelingen dieser „Demonstration des Glaubens“,
wie Pfarrer Meier die Fronleichnamsfeier bezeichnete, beigetragen haben, ein herzliches Vergelt‘s Gott!
Ein ebenso großer Dank gilt allen, die sich am Sonntag nach Fronleichnam in die Gestaltung
der Messfeier und Prozession in Reibersdorf eingebracht haben. Besondere Erwähnung
verdient hier die Feuerwehr Reibersdorf: Ihre Mitglieder trugen nicht nur gemeinsam mit
den Donauschützen den Baldachin und die Laternen, sondern luden anschließend auch zu
einem fröhlichen Grillfest ein. So wurde die Gemeinschaft gepflegt, und die Liebe sowie
Gegenwart Gottes wurden auch in unserer Expositur greifbar.

Text: Raphael Friedl; Fotos: Claudia Franke |