An zwei Stellen auf der Strecke zur Rosenkranzkapelle am Anger machten sie dabei halt und hielten inne: Zunächst wurde am Kreuz neben der Pfarrkirche das Wunder der Auferstehung als zentrale österliche Botschaft betrachtet. Dabei wurde auch die Rolle Jesu als Fürst des Friedens hervorgehoben. An der zweiten Station, dem Wegkreuz der Familie Braun zwischen Friedhof und Kirchweg, rückten die biblischen Texte Maria von Magdala ins Rampenlicht, die – wie auch wir heutige Christen – Gott suchte und ihm im auferstandenen Herrn begegnete.

Durch das Gebet des Rosenkranzes, der die Auferstehungsbotschaft bekräftigte, wurde der letzte Teil des Weges begleitet, der die Gläubigen zur Rosenkranzkapelle führte. Dort feierten sie die Eucharistie und begegneten nun leibhaftig dem Herrn – genauso wie die Emmaus-Jünger, denen das Herz aufging, als Jesus das Brot mit ihnen brach. Die Darstellung auf dem Altar der Rosenkranzkapelle bildete einen passenden Rahmen für diese Feier, in der die Freude über Christi Sieg über Sünde und Tod wie einst in Emmaus greifbar wurde: Passend zum Schlusslied „Freu dich, du Himmelskönigin“ zeigt sie die freudenreichen Geheimnisse des Rosenkranzes. Der strahlende Sonnenschein spiegelte die Osterfreude, die dieser Emmausgang in den Herzen der Gläubigen entfacht hatte, auch äußerlich wider.

Ermöglicht wurde dieses freudige Gemeinschaftserlebnis durch das Engagement unseres Pfarrers Richard Meier, der Lektoren Adolf Foidl und Markus Zimmermann, der Ministranten, des Lautsprecherträgers Alfred Kögl und der Familie Menacher-Stahl bei der Vorbereitung und Durchführung des Emmausgangs. So wurde der österlichen Hoffnung auf den Sieg des Lebens und des Friedens, auch in unserer Zeit, Ausdruck verliehen. |