Verabschiedung Pfarrer Kilian Saum in Parkstetten


"Abschiede sind immer etwas Trauriges, etwas Wehmütiges, zuweilen sind sie aber auch Ausblick und Erwartung auf etwas Neues, etwas Unbekanntes, aber hoffentlich Gutes", sagte der Sprecher des Pfarrgemeinderates Parkstetten, Johann Wals, bei der Verabschiedung von Pfarrer Kilian Saum. Saum verlässt nach 14 Jahren die Pfarreiengemeinschaft. Herzliche Abschiedsworte zeigten die Wertschätzung seitens der kirchlichen Gremien und kommunalen Vertreter.

„So eine volle Kirche hätte ich mir bei jedem Sonntagsgottesdienst gewünscht“, merkte Pfarrer Kilian Saum nach dem Einzug in die Pfarrkirche Sankt Georg in Parkstetten an. Es drängten sich die Gläubigen der Pfarreien Parkstetten und Oberalteich sowie der Expositur Reibersdorf. Fahnenabordnungen schmückten neben den liebevoll arrangierten Sonnenblumen den Kirchenraum. Und schier unübersehbar war die Zahl der Ministranten. Sie alle wollten „ihrem Pfarrer Kilian“ von Herzen alles Gute wünschen für die Zukunft, wenn er ab 1. September in der Pfarrei Steinach wirken wird.

„Vergesst nie, euch an diesem Christus zu orientieren, sich zu bewähren, seine Wege mitzugehen“, gab Pfarrer Kilian Saum der feiernden Gemeinde bereits am Anfang mit auf den Weg. In der Predigt meinte er, dass das Amen, mit dem das Evangelium bekräftigt wurde, ein „Ja so soll es sein“ ist. Die Worte Gottes sollten wirken in den Menschen. „Die Welt soll durch uns zu einer Welt der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit werden, zu einer Welt, wie Gott sie sich gedacht hat.“

Bei den Fürbitten packte Gemeindereferentin Andrea Gierl- Plail gemeinsam mit Vertretern der Pfarrgemeinde eine Umzugskiste mit guten Wünschen. Den musikalischen Teil der Eucharistiefeier gestaltete der Männergesangsverein Parkstetten. In seinem Rückblick erinnerte der Sprecher des Pfarrgemeinderates von Parkstetten, Johann Wals, an die Tatkraft Pfarrer Kilians: 2004 hatte er die Pfarrei Oberalteich übernommen und 2011 kamen die Pfarrei Parkstetten und die Expositur Reibersdorf dazu. Hoch motiviert habe er sich um seine „neue Herde“ gekümmert.

Jedoch mussten alle lernen zu teilen, denn ein Pfarrer war nun für zwei Pfarreien zuständig. Die Pfarreiengemeinschaft erwies sich als lebendig und blühend, mit engagierten Christen. Besonders die liebenswerte Art auf Menschen zuzugehen von Pfarrer Kilian Saum und seine offene Art hob Johann Wals hervor. Mit Franz Listl von den Donauschützen überreichte er einen Schmankerlkorb. Der Sprecher des Pfarrgemeinderates Oberalteich, Thomas Saller, sagte mit einem Fotobuch Vergelts Gott.

Pfarrerin Erna Meisner von der Versöhnungskirche erzählte, dass sie Pfarrer Kilian Saum als einen „katholischen Kollegen vom feinsten Charakter“ kennengelernt habe. Sie sprach ihm den Psalm 139 zu und segnete ihn. Von den Senioren sprach Erika Probst und sagte, sie freue sich auf ein Wiedersehen im nahen Steinach. „Es ist schade, dass wir Abschied feiern müssen“, betonte Bürgermeister Heinrich Krempl. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kirche sei immer gut gewesen. „Bleib wie du bist, so bist du auf dem richtigen Weg“, sagte Krempl zu Pfarrer Saum.

Als Vertreter der Stadt Bogen sprach stellvertretender Bürgermeister Helmut Muhr. Er bezeichnete Saum als liebenswerten und hervorragenden Menschen und Pfarrer. „Wir lassen dich ziehen mit einem weinenden Auge. Und das lachende Auge steht dafür, weil du nicht weit weg bist in Steinach.“ Pfarrer Kilian Saum sagte ein herzliches Vergelts Gott an alle. „Gott segne euch, und ich verspreche, euch auch weiterhin im Gebet zu begleiten“, betonte er abschließend. Ein Festzug führte anschließend alle zum Pfarrheim, bei dem ein Spalier der Ministranten mit gelben Rosen alle empfing. Beim Sektempfang hatten alle Gläubigen die Möglichkeit, sich von Pfarrer Kilian Saum persönlich zu verabschieden. (Text und Bild: Irmgard Hilmer)